35-stündige Weiterbildung: So findest Du Deinen nächsten Schritt

Was die Weiterbildung bedeutet, welche Themen zusammengehören und wie Du passende Seminare auswählst – verständlich erklärt.

Was die Weiterbildung bedeutet, welche Themen zusammengehören und wie Du passende Seminare auswählst – verständlich erklärt.

In diesem Ratgeber

1. Worum geht es bei der Weiterbildung?

Du fährst beruflich Lkw oder Bus und möchtest wissen, welche Weiterbildung als Nächstes sinnvoll ist? Dann lohnt sich zuerst ein kurzer Überblick: Die Weiterbildung frischt Kenntnisse für den Fahreralltag auf. Es geht um den sicheren Umgang mit Fahrzeug, Menschen und Arbeitsbedingungen. Ein Führerschein, eine berufliche Qualifikation und diese Weiterbildung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Deshalb ist der erste Schritt nicht die Auswahl irgendeines freien Seminartermins, sondern die Klärung Deiner Ausgangssituation.

Im Weiterbildungsrhythmus von fünf Jahren umfasst die Weiterbildung 35 Unterrichtseinheiten. Entscheidend ist nicht nur deren Anzahl. Auch die vorgeschriebenen Inhalte müssen zusammenpassen. Ein interessanter Seminartitel allein sagt noch nicht, ob die Veranstaltung Deine bisherige Weiterbildung sinnvoll ergänzt.

Dieser Ratgeber hilft Dir, Deine Fragen zu sortieren. Deinen persönlichen Nachweisstand oder eine behördliche Entscheidung kann er nicht ersetzen. Wenn Dir Angaben fehlen, ist das kein Grund, auf gut Glück zu buchen: Mit einer geordneten Übersicht lässt sich gezielt klären, was Du tatsächlich brauchst.

2. Gilt die Pflicht auch für meine Fahrten?

Der gesetzliche Anwendungsbereich betrifft unter den Voraussetzungen des § 1 BKrFQG Beförderungen im Güter- oder Personenverkehr auf öffentlichen Straßen mit Fahrzeugen, für die Klassen der C- oder D-Gruppe erforderlich sind. Nicht jede gewerbliche Fahrt und nicht jede Person mit einem Lkw-Führerschein ist deshalb automatisch in derselben Situation.

Das Gesetz enthält Ausnahmen. Eine betrifft beispielsweise bestimmte Transporte von Material, Ausrüstung oder Maschinen, die Du selbst für Deinen Beruf verwendest, wenn das Fahren nicht Deine Hauptbeschäftigung ist. Daraus folgt keine allgemeine Befreiung für sämtliche Handwerksbetriebe. Auch für andere Einsatzbereiche gelten genau beschriebene Voraussetzungen.

Hilfreich ist eine kurze Beschreibung Deines Arbeitsalltags: Welches Fahrzeug fährst Du? Was oder wen transportierst Du? Wofür wird das Transportierte verwendet? Welche Tätigkeiten übernimmst Du sonst? Mit diesen Angaben lässt sich die richtige Frage stellen. Bei Zweifeln sollte die Einordnung mit der zuständigen Stelle geklärt werden, bevor Du Dich auf eine Ausnahme verlässt.

3. Welche Themen müssen zusammenkommen?

Die Weiterbildung muss alle drei gesetzlichen Kenntnisbereiche berücksichtigen. Aus jedem Bereich ist mindestens ein Unterkenntnisbereich abzudecken. Zusätzlich muss mindestens eine Ausbildungseinheit einen Unterkenntnisbereich zur Verkehrssicherheit umfassen. Die Regeln verlangen also eine passende inhaltliche Zusammenstellung.

Eine Ausbildungseinheit umfasst mindestens sieben Unterrichtseinheiten und kann auf zwei aufeinanderfolgende Tage verteilt werden. Die Weiterbildung darf auch bei verschiedenen Ausbildungsstätten absolviert werden. Wenn im Alltag von fünf Modulen gesprochen wird, ist das eine geläufige Organisationsform – kein Ersatz für die Prüfung der Inhalte.

Wähle deshalb nicht nur nach einem Datum, das gerade frei ist. Frage auch: Welches Wissen hilft mir bei meinen Fahrzeugen und Aufgaben? Welche Themen habe ich bereits behandelt? Was fehlt noch? Zwei Kurse mit unterschiedlichen Namen können ähnliche Inhalte haben. Umgekehrt kann ein Seminar mehrere Themen verbinden. Die geprüfte Zuordnung des Angebots ist hilfreicher als eine Vermutung anhand von Farbe oder Titel.

4. So bereitest Du Deine Auswahl vor

Lege zunächst Deine vorhandenen Nachweise und die Angaben zu bereits besuchten Weiterbildungen zusammen. Notiere Seminartitel, Datum und Anbieter. Wenn Du eine besondere Ausbildung anrechnen lassen möchtest, sprich das ausdrücklich an. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Anrechnung möglich; über die gesetzlichen Voraussetzungen und den konkreten Umfang entscheidet die zuständige Behörde. Eine eigene Vermutung sollte nicht zur Grundlage Deiner Planung werden.

  1. Ausgangslage klären: Welche Tätigkeit übst Du aus, welche Nachweise hast Du und welche Frist ist für Dich maßgeblich?
  2. Inhalte abgleichen: Welche Bereiche sind bereits abgedeckt und welche Ergänzungen passen zu Deinem Fahreralltag?
  3. Termin auswählen: Ort, Unterrichtszeiten und Teilnahmebedingungen müssen zu Deiner Planung passen.
  4. Details bestätigen lassen: Kläre vor der Anmeldung, welche Unterlagen benötigt werden und welche Leistungen zum Angebot gehören.

Bewahre auch die Bestätigung des gewählten Termins auf. So kannst Du später nachvollziehen, was vereinbart wurde, und Unklarheiten früh ansprechen.

5. Häufige Fragen und Dein nächster Schritt

Ich habe schon mehrere Seminare besucht. Reicht das?

Die Anzahl allein beantwortet diese Frage nicht. Schau mit Deinen Nachweisen auf Umfang, Zeitraum und Inhalte. So lässt sich vermeiden, dass Du unnötig etwas wiederholst oder eine Lücke übersiehst.

Ich kenne meinen nächsten Termin noch nicht. Kann ich trotzdem anfangen?

Ja: Sammle zunächst Deine Unterlagen und notiere, an welchen Orten und Tagen Du teilnehmen kannst. Das macht ein Beratungsgespräch konkret. Du musst die Fachbegriffe dafür nicht schon beherrschen.

Wie finde ich nun ein passendes Seminar?

Im Seminarfinder kannst Du nach Angeboten und Terminen suchen. Vergleiche zuerst Thema, Standort und Zeit. Prüfe anschließend die Angebotsdetails und stelle offene Fragen vor Deiner Anmeldung. Eine Trefferliste ist eine Orientierungshilfe, keine automatische Bestätigung, dass sämtliche persönlichen Anforderungen erfüllt sind.

Passende Weiterbildungen finden

Wenn Du noch unsicher bist, halte für die Rückfrage einfach Deine Tätigkeit und die vorhandenen Nachweise bereit. Dann geht es im Gespräch um Deinen nächsten sinnvollen Schritt.

Offizielle Quellen

Fachlicher Quellenstand: 22.09.2026. Aktuelle Angebotsdaten bestätigen wir auf Anfrage.

Gemeinsam weiterkommen

Noch nicht sicher, welcher Weg passt?

Erzähl uns, was Du vorhast. Wir klären mit Dir die Voraussetzungen, passende Angebote und Deinen nächsten Schritt.